Swiss Point of Care Tik’Alarm Selbsttest – Borreliose
Produktinformationen "Swiss Point of Care Tik’Alarm Selbsttest – Borreliose"
Tik’Alarm Selbsttest – Nachweis von Anti-Borrelia-IgM-Antikörpern im Blut
Der Tik’Alarm ist ein schneller Selbsttest zum Nachweis von Anti-Borrelia-IgM-Antikörpern im Blut. Er ist ein manueller, qualitativer immunchromatographischer Screeningtest und arbeitet mit einer Kapillarblutprobe aus der Fingerkuppe. Laien können ihn zu Hause anwenden, um mögliche IgM-Antikörper gegen Borrelia-Bakterien nach einem kürzlichen Zeckenbiss nachzuweisen. Beim Hersteller wird derselbe Test als Tik'Alert® geführt.
Zecken leben im Unterholz und in Wäldern der gemäßigten Klimazonen. Sie können mit dem Bakterium Borrelia infiziert sein und es beim Stich an unbedeckte Körperstellen übertragen.
Produktbeschreibung
Bei einer Infektion antwortet das Immunsystem mit spezifischen Antikörpern. Als erste treten Antikörper vom Typ IgM auf; sie sind 2 bis 6 Wochen nach der Infektion nachweisbar. Genau dieses Zeitfenster ist der Grund, warum der Hersteller empfiehlt, den Test 2 bis 6 Wochen nach einem Zeckenstich durchzuführen oder sobald eine kreisförmige Entzündung an einer Körperstelle auftritt, die einem Stich ausgesetzt gewesen sein kann.
Der Test arbeitet mit Borrelia-Antigenen, die auf dem Teststreifen festgelegt sind. Treffen sie auf IgM-Antikörper, entsteht eine farbige Linie unter der Markierung T auf der Kassette. Eine zweite Linie unter der Markierung C bindet überschüssiges Reagenz und zeigt an, dass der Test korrekt gearbeitet hat. Zwei Linien bedeuten, dass IgM-Antikörper gegen das Borrelia-Bakterium im Blut vorhanden sind – ein Befund, der in ärztliche Hände gehört. Eine einzelne Linie unter der Markierung C bedeutet, dass keine solchen Antikörper nachweisbar waren. Fehlt die Kontrolllinie, ist der Test ungültig und wird mit einer neuen Kassette und einer neuen Blutprobe wiederholt.
Zwei Einschränkungen gehören zu diesem Test und in jede Beratung. Erstens kann dieser Screeningtest bei einem positiven Ergebnis das Krankheitsstadium nicht bestimmen. Zweitens kann ein positives Ergebnis auch Jahre nach einer zurückliegenden Infektion auftreten, weil die Antikörper bei manchen Menschen bestehen bleiben, und ebenso nach einer erfolgreich abgeschlossenen Antibiotikabehandlung.
Ebenso wichtig ist der umgekehrte Fall. Ist der Zeckenstich weniger als zwei Wochen her, hat der Körper noch keine nachweisbaren Antikörper gebildet; der Hersteller empfiehlt dann, den Test 2 bis 6 Wochen nach dem vermuteten Stich zu wiederholen. Auch nach einem unauffälligen Ergebnis rät er zu einer zweiten Messung im selben Abstand, um einen Anstieg der Antikörper zu prüfen. Tritt ein Hautausschlag mit oder ohne Fieber auf, gehört das unabhängig vom Testergebnis zum Arzt. Wer vorbeugend Antibiotika erhalten hat, bildet unter Umständen keine nachweisbaren Antikörper.
In der Packung liegt alles für genau einen Test: ein versiegelter Aluminiumbeutel mit Testkassette, zwei Kapillarpipetten und Trockenmittelbeutel, dazu zwei sterile Stechhilfen, eine Tropfflasche mit 1 ml Verdünnungslösung und eine Gebrauchsanweisung. Der Ablauf: Hände mit Seife und warmem Wasser waschen und abtrocknen, die Spitze des Mittel- oder Ringfingers mit Alkohol reinigen und den Finger zehn bis fünfzehn Sekunden Richtung Fingerspitze massieren, mit der Stechhilfe seitlich einstechen und das Blut mit der Kapillarpipette bis zur aufgedruckten Linie aufnehmen. Das Blut kommt in den Probenschacht; wie die Verdünnungslösung zugegeben wird, steht in der Gebrauchsanweisung. Das Ergebnis wird nach 10 Minuten abgelesen und nach 15 Minuten nicht mehr interpretiert.
Der Test wird seit über 10 Jahren von Fachkräften im Gesundheitswesen in Krankenhäusern und Laboren verwendet und erreicht eine Gesamtübereinstimmung von 89,19 % mit Referenzmethoden, bei einem 95-%-Konfidenzintervall von 81,14 bis 94,46 %. Trotz dieser Zuverlässigkeit sind falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse möglich. Das gilt besonders für Menschen, die seropositiv für Cytomegalieviren, das Epstein-Barr-Virus, das Herpes-simplex-Virus, Syphilis, Leptospirose, Mononukleose oder Autoimmunerkrankungen sind – diese Umstände können zu falsch-positiven Ergebnissen führen.
Gelagert wird zwischen 4 und 30 Grad Celsius, nicht eingefroren und außerhalb der Reichweite von Kindern. Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Treffen Sie niemals eine medizinisch relevante Entscheidung, ohne zuvor eine qualifizierte medizinische Fachperson zu konsultieren. Alle Schnelltests von Swiss Point of Care sind CE-gekennzeichnet für die Anwendung zu Hause, IVDR-konform und werden in Europa hergestellt.
Produktvorteile
- Nachweis von Anti-Borrelia-IgM-Antikörpern aus einem Tropfen Kapillarblut.
- Ergebnis nach 10 Minuten, ablesbar an farbigen Linien auf der Kassette.
- Zwei Stechhilfen und zwei Pipetten geben einen zweiten Versuch bei der Blutentnahme.
- Eingebaute Kontrolllinie zeigt an, ob der Test korrekt gearbeitet hat.
- CE-gekennzeichnet für die Anwendung zu Hause, IVDR-konform, in Europa hergestellt.
Technische Daten
- Produkt: Swiss Point of Care Tik’Alarm Selbsttest – Borreliose
- Hersteller: Swiss Point of Care
- Produkttyp: Selbsttest, qualitativer immunchromatographischer Screeningtest
- Nachweis: Anti-Borrelia-IgM-Antikörper im Blut
- Probenmaterial: Kapillar-Vollblut aus der Fingerkuppe
- Anwendungszeitpunkt: 2 bis 6 Wochen nach einem Zeckenstich
- Ergebnis: nach 10 Minuten ablesen, nach 15 Minuten nicht mehr interpretieren
- Gesamtübereinstimmung: 89,19 % mit Referenzmethoden, 95-%-Konfidenzintervall 81,14 bis 94,46 %
- Packungsinhalt: 1 Testkassette, 2 Kapillarpipetten, 2 sterile Stechhilfen, 1 Tropfflasche mit 1 ml Verdünnungslösung, 1 Gebrauchsanweisung
- Packungsgröße: 1 Test je Packung
- Aufbewahrung: 4 bis 30 Grad Celsius, nicht einfrieren
- Kennzeichnung: CE für die Anwendung zu Hause, IVDR-konform, in Europa hergestellt
Einsatzbereiche
- Selbstkontrolle zu Hause nach einem Zeckenstich
- Erste Orientierung vor einer ärztlichen Abklärung
- Apothekenberatung in der Zeckensaison
- Vorbereitung eines Arztgesprächs